Wie sieht ein Pflanzenpass aus?

Der Pflanzenpass ist nicht unbedingt ein neues Dokument. Es eignet sich hierzu ein Lieferschein oder eine Rechnung, wenn diese mit den nötigen Informationen ergänzt werden. Der Pflanzenpass kann von Hand aber auch mit Hilfe der EDV ausgestellt werden. Ebenfalls möglich ist es, den Pflanzenpass auf Etiketten auszudrucken.

Folgende Informationen müssen auf einen Lieferschein oder eine Rechnung aufgedruckt werden, damit diese zum Pflanzenpass werden:

  • «Schweizerischer Pflanzenpass»
  • «CH» und Zulassungsnummer des Betriebes. Die Zulassungsnummer wird den Betrieben anlässlich ihres Antrages per Verfügung des Eidg. Pflanzenschutzdienstes mitgeteilt. Sie entspricht im Prinzip den Ziffern 6 bis 11 der EAN-Nummer der Blumenbörsen (Greencard). Beispiel: 7612469122334.
  • Name oder Code der zuständigen amtlichen Stelle: «Eidg. Pflanzenschutzdienst»
  • Pflanzenpassnummer: Entspricht der Lieferschein- bzw. Rechnungsnummer.
  • Botanischer Name, z.B. Malus 'Golden Delicious' oder Prunus avium 'Plena'. Um die passpflichtigen Pflanzen von den übrigen Pflanzen unterscheiden zu können, müssen diese mit einem speziellen Zeichen z.B. mit § gekennzeichnet werden.
  • Liefermenge
  • Evtl. RP (Austauschpass) für Lieferungen von aus Drittbetrieben zugekauften Pflanzen
  • Evtl. ZP-b2 für Lieferungen von Betrieben im Schutzgebiet oder in Sicherheitszonen bezüglich Feuerbrand (vgl. Spezialfall ZP-Pass).
  • Evtl. ZP-d4 für Lieferungen von Reben (Vitis) von Betrieben im Schutzgebiet oder in Sicherheitszonen bezüglich Flavescence dorée (Goldgelbe Vergilbung). Die Schweiz gilt als Schutzgebiet, mit Ausnahme des Tessins und Misox.
  • Die Angabe der Nummer des ursprünglichen Betriebes (Produktionsbetrieb) auf dem so genannten Austausch- oder RP-Pass muss nicht erfolgen, ebenso die Angabe des Herkunftslandes, wenn Pflanzen dabei sind, die aus dem Ausland stammen.
Muster-Pflanzenpass.svg

Hier sehen Sie ein Beispiel eines Pflanzenpasses in Form eines Lieferscheins.

Details können dem Merkblatt 8 'Richtlinien über die Ausstellung und den Umgang mit dem Pflanzenpass' des Bundesamts für Landwirtschaft entnommen werden:

Betriebe ohne eigene Produktion

Betriebe ohne eigene Produktion unterstehen nicht der Pflanzenpasspflicht. Bereits registrierte Betriebe, die keine passpflichtigen Waren mehr produzieren, müssen gegenüber dem Bundesamt für Landwirtschaft eine entsprechende Erklärung abgeben. Auf Grund der Erklärung wird die Verfügung vom Bundesamt für Landwirtschaft den aktuellen Gegebenheiten angepasst (zum Beispiel Zulassung als Handelsbetrieb) oder aufgehoben. Es erfolgt keine Pflanzenpasskontrolle mehr durch Concerplant. Betroffene Unternehmen sind gebeten, sich mit dem Bundesamt für Landwirtschaft, Eidg. Pflanzenschutzdienst, in Verbindung zu setzen:
Tel.: 058 462 25 50
Fax: 058 462 26 34
E-Mail: phytblwdmnch

RP-Pass (Austauschpass)

Ein RP-Pass begleitet Lieferungen, bei welcher auch Pflanzen aus einem Drittbetrieb dabei sind. Der RP-Pass unterscheidet sich durch den zusätzlichen Aufdruck RP vom normalen Pflanzenpass.

Wir empfehlen Firmen, die regelmässig Pflanzen aus Drittbetrieben in den Lieferungen haben, alle Pflanzenpässe als RP-Pässe auszustellen. Die Rückverfolgbarkeit muss in jedem Fall gewährleistet sein.

Der RP-Pass kann mit einem ZP-Pass kombiniert werden.

Concerplant Bahnhofstrasse 94 5000 Aarau T 044 388 53 27 F 044 388 53 40 nfcncrplntch