Ausstellung von Pflanzenpässen

Pflanzenpass auf Etiketten

Der Pflanzenpass kann auch in Form von Etiketten ausgestellt werden. Es ist möglich, dass zum Beispiel Blumenbörsen solche Etiketten verlangen. Ebenfalls verlangt werden könnten sie, wenn das Bundesamt für Landwirtschaft ZP-Pässe auch für den Detailhandel fordert. Der Pflanzenpass auf Etiketten sieht wie folgt aus

Schweizerischer Pflanzenpass

Eidg. Pflanzenschutzdienst

CH-12233 C 07-1220

5 Malus ´Golden Delicious´


ZP-b2

Für die Nummerierung kann statt einer fortlaufenden (Pflanzenpass-) Nummer, eine Postennummer verwendet werden. Es ist also möglich, alle Pflanzen der gleichen Art mit einer einzigen Postennummer zu versehen. Auf obigem Beispiel lautet die Postennummer 07-1220, wobei das 07 für den Jahrgang und die Nummer 1220 für die Sorte 'Golden Delicious' steht. Auch bei der Lieferung der Pflanzenpass-Etiketten, muss festgehalten werden, an wen die Ware geht, da gemäss Art. 24, Abs. 1 der Pflanzenschutzverordnung (PSV) über den Zukauf, die Produktion, den Verkauf oder Weiterverkauf passpflichtiger Waren, Buch geführt werden muss.

Ausstellung des Pflanzenpasses von Hand

Es empfiehlt sich einen Stempel anzufertigen, der auf die Lieferscheine oder Rechnungen gedruckt werden kann. Der Stempel hat etwa wie folgt auszusehen:

Schweizerischer Pflanzenpass

Eidg. Pflanzenschutzdienst

ZP–b2

CH-12233 34521

X = Passpflichtige Pflanzen

# = ZP-b2       ▢RP

Die passpflichtigen Pflanzen werden von Hand mit einem Kreuz markiert. Bei Obstbaumschulen kann bei der Lieferung von Obstbäumen auf die Markierung verzichtet werden, da alle Obstgehölze passpflichtig sind.

Ausstellung des Pflanzenpasses mittels EDV

Beim Ausdruck des Pflanzenpasses mittels EDV muss das Programm feststellen, ob sich auf dem Lieferschein/der Rechnung eine passpflichtige Pflanze befindet. Ist dies der Fall, so hat der Aufdruck des Pflanzenpasses zu erfolgen und die betreffenden Pflanzen sind entsprechend zu markieren.

In den Artikelstämmen von JardinSuisse sind die betreffenden Pflanzen in einem speziellen Feld P_PASS gekennzeichnet. Dabei gilt:

  • X = passpflichtige Pflanze (allgemein), z.B. alle Viburnum.
  • Y = Wirtspflanzen des Feuerbrandes zur Ausstellung von ZP-b2 Pässen. Dazu berechtigt sind Betriebe im Schutzgebiet und Betriebe, die einen Antrag für einen ZP-b2 Pass gestellt haben und deren Kontrollen erfolgreich verlaufen sind.
  • Z = Pflanzen, die nur in folgenden Fällen mit einem Pflanzenpass versehen sein müssen:
    • Lieferung an Baumschulen oder Gärtnereien zur Weiterkultur
    • Lieferung an gewerbliche Fruchtproduzenten
    • Lieferung an Waldbesitzer und Forstämter zur Verwendung im Wald
  • W = Wirtspflanzen von Flavescence dorée (Goldgelbe Vergilbung) für die Ausstellung von ZP-d4 Pässen. Dazu berechtigt sind alle Betriebe in der Schweiz. Betriebe im Tessin und Misox befinden sich im Befallsgebiet und sind nur unter bestimmten Auflagen zur Ausstellung eines Pflanzenpasses berechtigt.

Beim Ausdruck eines Pflanzenpasses müssen folgende Prüfungen vorgenommen werden:

  • Feststellung, ob auf dem Lieferschein/der Rechnung Pflanzen stehen, für die ein Pflanzenpass ausgestellt werden muss.
  • Bei Betrieben im Schutzgebiet oder in einer Sicherheitszone Prüfung, ob es entsprechende Wirtspflanzen in der Lieferung hat, für die ein ZP-Pass ausgestellt werden muss.
  • Bei Betrieben, die Waldpflanzen, Vitis, Fragaria, Rubus oder krautige Pflanzen zur Weiterkultur oder an Erwerbsproduzenten liefern, Prüfung ob solche passpflichtigen Pflanzen mit in der Lieferung sind.

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