Gesetzliche Grundlagen

» Gesunde Obstbäume mit
zertifizierten Edelreisern

Der Pflanzenpass ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Begleitdokument für Pflanzenlieferungen. Die gesetzliche Grundlage bildet die Pflanzenschutzverordnung PSV vom 27. Oktober 2010 (Stand 1.1.2016):  http://www.admin.ch/ch/d/sr/c916_20.html  

Wann muss ein Pflanzenpass ausgestellt werden?
Der Pflanzenpass muss ausgestellt werden, wenn eine Lieferung von passpflichtigen Pflanzen auf Engrosstufe erfolgt. Dabei gelten als passpflichtige Pflanzen:

a) Pflanzen, die im Engroshandel aus allen Handelsstufen passpflichtig sind

  • Obstgehölze:
    Actinidia (Kiwi), Cydonia (Quitte), Malus (Apfel, inkl. Zierformen), Prunus (Aprikose, Kirsche, Mandel, Pfirsich, Pflaume), Pyrus (Birnbaum, inkl. Nashi, inkl. Zierformen). Für Edelreiserschnittgärten der Gattung Malus ist mindestens ein amtlicher Labor-Test (molekularbiologische Blattprobenuntersuchungen) während der letzten sechs Jahre auf Apfeltriebsucht (apple proliferation) nachzuweisen.
  • Zier- und Forstgehölze:
    Amelanchier (Felsenbirne), Camellia, Chaenomeles (Scheinquitte), Citrus (inkl. Fortunella und Poncirus), Crataegus (Weissdorn), Cydonia (Quitte), Eriobotrya (Wollmispel), Malus (Apfel), Mespilus (Mispel), Prunus (sämtliche Arten ausser P. laurocerasus und P. lusitanica), Pyracantha (Feuerdorn), Pyrus (Birnbaum), Rhododendron (Rhododendron), Sorbus (Eberesche, Mehlbeere), Viburnum (Schneeball), Humulus lupulus und Beta vulgaris (Mangold, Randen)
  • Vitis (Reben)
  • Zitrusgewächse (alle Hybriden von: Citrus sp., Fortunella sp., Poncirus sp.)
  • Palmen (alle Gattungen oder Arten mit einem Basisdurchmesser von über 5 cm)
  • Wirtspflanzen von Xylella fastidiosa, gem. 'kurzer Liste' (gültig ab 1.7.2017). Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.pflanzenschutzdienst.ch (-> Themen -> Xylella fastidiosa)

b) Pflanzen, die nur in folgenden Fällen passpflichtig sind

  • Lieferungen an Waldbesitzer und Förster zur Verwendung im Wald
  • Lieferung an Erwerbs- Beerenproduzenten
  • Lieferungen an gewerbliche Abnehmer zur Weiterkultur (Jungpflanzen, Halbfertigware)
    - Abies (Weisstanne), Castanea (Edelkastanie, Marroni, Esskastanie), Larix (Lärche), Picea (Fichte), Pinus (Kiefer), Platanus (Platane), Populus (Pappel), Prunus laurocerasus und P. lusitanica, Pseudotsuga (Douglasie), Quercus (Eiche), Tsuga (Hemlocktanne)
    - Beerensträucher/-pflanzen: Fragaria sp. (Erdbeerpflanzen), Rubus sp. (Brom- und Himbeerpflanzen), Lycium barbarum (Gojibeere, Bocksdorn)
    - Zwiebeln und Knollen (Kormi) von: Camassia, Chionodoxa, Crocus flavus, Galtonia candicans, Gladiolus, Hyacinthus, Iris, Ismene, Muscari, Narcissus, Ornithogalum, Puschkinia, Scilla, Tigridia und Tulipa
    - Gemüsepflanzen
    - Jungpflanzen aller krautigen Pflanzen (ausser Gräsern), die zum Anpflanzen bestimmt sind
    - Zwiebeln und Samen von: Allium ascalonicum, Allium cepa, Allium porrum, Allium schoenoprasum

Zu beachten ist, dass der Anbau von Cotoneaster und Photinia davidiana in der Schweiz verboten ist, weshalb diese Pflanzen nicht mehr auf der Liste der passpflichtigen Pflanzen stehen.

Xylella fastidiosa: Unter diesem Link finden Sie Informationen, Hinweise und Tipps zur Pflanzenpasspflicht: Der Import von Kaffeepflanzen aus Costa Rica und Honduras ist verboten, gemäss Dringlichkeitsmassnahmen VvPM.

Im Verkauf an nichtprofessionelle Endverbraucher in der Schweiz braucht es keinen Pflanzenpass. Eine Ausnahme bilden die Feuerbrandwirtspflanzen in Schutzgebieten sowie im Export (vgl. Spezialfall ZP-Pass).

Befinden sich keine passpflichtigen Pflanzen in einer Lieferung, so ist kein Pflanzenpass auszustellen.

Wie sieht ein Pflanzenpass aus?

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